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Humboldt-Universität zu Berlin - Mathematisch-Naturwissen­schaft­liche Fakultät - Didaktik der Physik | Physics Education Research

Zur Grammatik der Natur – Aspekte einer philosophischen Fundierung des phänomenbasierten Naturzugangs

Ein phänomenbasierter Physikunterricht zielt darauf ab, ein weit reichendes physikalisches Naturverständnis zu lehren, ohne die dabei vorgebrachten Erklärungen auf einem Fundament quasi ad hoc vorgeschlagener, hypothetischer Entitäten errichten zu müssen. Stattdessen sollen die Naturphänomene selbst, die Erfahrungen im Umgang mit ihnen und ihre sorgfältigen Beschreibungen die Basis für gesicherte Naturerkenntnis bilden. Eine Reihe konkreter, sowohl fachlicher als auch didaktischer Beispiele in z. B. Optik und Mechanik zeigen, dass dies prinzipiell möglich ist.

 
Gegenstand des Promotionsvorhabens ist der Vorschlag einer möglichst allgemeinen Methode, nach der eine phänomenbasierte Forschung auf quasi unbekanntem Terrain vorgehen kann und durch die dieses Vorgehen erkenntnisphilosophisch abgesichert ist. Dazu wird die grammatische Methode des späten Wittgensteins, die er unter ähnlichen Vorzeichen und mit ähnlichen Ansprüchen für den Gegenstandsbereich Sprache entwickelt hat, auf den Gegenstandsbereich der physikalischen Natur angewandt. Die Fruchtbarkeit dieser Methode und ihrer Übertragung kann an einer Reihe von z. T. neuen Beispielen demonstriert werden. Dieser Idee nach wäre phänomenbasiertes Forschen eine Suche nach der "Grammatik der Natur". 
Mitarbeiter